Was ist eine Overlock Nähmaschine

Was ist eine Overlock-Nähmaschine?

Früher wurden Overlock-Nähmaschinen hauptsächlich im professionellen Bereich verwendet, denn die Maschine näht, versäubert und schneidet die Naht in einem Arbeitsschritt. Inzwischen findet man sie immer mehr in Privathaushalten. Der Namen Overlock kommt aus dem Englischen „to lock“, was versperren heißt und bezieht sich speziell auf den Overlockstich, bei dem der Unterfaden den Oberfaden sperrt, damit sich die Naht nicht löst.

Auch für Hobbyschneider bietet die Overlock-Maschine viele Vorteile wie professionelle Nähte im Handumdrehen und dadurch einen fachmännischen Look das selbstgenähte Kleidungsstück. Außerdem wird die Arbeit sehr erleichtert und Zeit eingespart.

Mit einer Nähmaschine kann man die Einzelteile eines Kleidungsstücks miteinander verbinden. Und auch wenn von außen alles ordentlich aussieht, bleibt die Frage – wie sieht es innen aus? Natürlich können Nähte mit Hilfe des Zickzackstichs versäubert werden. Aber diese drücken beim Bügeln durch und fransen durch häufiges Waschen aus. Zu dem bleiben es drei Arbeitsschritte anstelle von einem: Teile zusammennähen, mit Zickzackstich versäubern und dann die Nahtzugabe abschneiden. Mit der Overlock bekommt man eine ordentliche Naht einfach und schnell in einem Schritt und die verschiedenen Teile werden damit effektiver und schneller zusammengeheftet.

Was ist eine Overlock-Nähmaschine? Wie arbeitet eine Overlock-Nähmaschine?

W6 Overlock Nähmaschinen 454 DBei dieser Art von Nähmaschinen sind zwei Nadeln parallel angeordnet und es gibt zwei Greifer. Diese schlingen die Greiferfäden um die Kanten herum und sorgen so für saubere Abschlüsse. Dabei entsprechen die Greiferfäden dem Unterfaden bei einer Haushaltsnähmaschine. Neben der Geschwindigkeit ist der Differentialtransport ein Vorteil von Overlock-Nähmaschinen. Auch schwierige Stoffe können so gut verarbeitet werden, denn durch entsprechende Einstellungen an der Maschine verhindert man unerwünschtes Dehnen bei Jersey-Stoffen oder näht gezielt Wellensäume. Aber nicht nur das 3-in-1-System und der Differentialtransport begeistern den Schneider. Auch die Vielzahl an Nähten verbessern die Nähergebnisse.

Es gibt die 3-fädige Naht, wenn wenig beanspruchte Schließnähte versäubert werden müssen (zum Beispiel bei Blusen, Hemden oder Shirts). Die 4-fädige Naht hat eine Sicherheitsnaht integriert und ist auch als 4-Faden-Überwendlich- oder Verbundnaht bekannt. Diese Naht eignet sich für viele Materialien. Besonders bei elastischen oder groben Stoffen gelingt das Zusammennähen und gleichzeitige Versäubern dadurch gut. Einen Rollsaum (3-, seltener auch 2-fädig) näht man, wenn feine oder leichte Stoffe versäubert werden müssen (beispielsweise der Abschluss von Seidenschals). Für die Flatlocknaht (2 oder 3 Fäden) entscheidet man sich an einer Falte oder nimmt sie als Verbindungsnaht. Dafür verändert man die Fadenspannung und verwendet zu dem noch Zierfäden. Die 2-fädige Naht nimmt man zum Versäubern von leichten Stoffen. Obwohl häufiger die 3- und 4-fädigen Nähte ausgewählt werden, da diese besser halten. Bei der Safety-Naht werden zwei getrennte Nähte genäht: Eine zweifädige Doppelkettenstichnaht, die als Sicherheitsnaht zur Haltbarkeit dient und eine zwei- bzw. dreifädige Kanten-Versäuberungsnaht. Der Doppelkettenstich (2 Fäden) sieht von oben wie eine Geradstichnaht einer herkömmlichen Nähmaschine aus, von unten aber wie eine Kette. Bei festen Materialien wie Jeansstoffen oder Polsterbezügen findet diese Naht Anwendung.

Was kann eine Overlock-Nähmaschine nicht?

Auch wenn diese Nähmaschine in einem Schritt näht, versäubert und schneidet, so gibt es doch bestimmte Arbeiten, die nicht mit einer Overlock-Nähmaschine gemacht werden können. Dazu zählen das Nähen von Knopflöschern, Stopfen oder Heften. Auch das Annähen von Taschen, Schrägbändern oder Blenden lassen sich mit dieser Maschine nicht arbeiten. Man kann auch nicht nur eine Naht ohne Versäubern oder nur ein Naht mitten im Stoff nähen. Für all diese Aufgaben braucht man eine Haushaltsnähmaschine. Hinzu kommt, dass das Nähen von Ecken und Kurven oder das Einnähen von Reißverschlüssen sich deutlich schwieriger gestalten. Genauso ist es mit dem Einstellen der Fadenspannung, weil vier oder fünf Fäden auf Stoffart und Nahtbreite eingestellt werden müssen und nicht nur ein oder zwei. Auch das Auftrennen von Nähten ist komplizierter als bei einfachen Stichen.

Obwohl eine Overlock-Nähmaschine viele Vorteile in sich vereint, ersetzt sie eine Haushaltsnähmaschine nicht. Wer jedoch viel näht, kommt damit leichter und schneller ans Ergebnis.

 

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